Paid Media – Skaliere deine Lead-Generierung mit bezahlter Werbung.

Paid Media

Paid Media ist der englische Begriff für bezahlte Werbung. In diesem Artikel zeige ich dir im Detail, welche Marketing-Maßnahmen unter bezahlte Werbung fallen und wir schauen uns an, warum du den Reifegrad eines sozialen Netzwerks betrachten musst, um mit bezahlter Werbung erfolgreich sein zu können.

Definition Paid Media

Digitalwiki definiert den Begriff Paid Media als alle Kommunikationsmaßnahmen für Unternehmen, Geld an Medien, Plattformen oder Dritte zahlen, um Reichweite zu gewinnen. 

Paid Media, Owned Media, Earned Media – Was ist der Unterschied?

Paid Media zeichnet sich dadurch aus, dass du Geld bezahlst, um Reichweite zu gewinnen. Owned Media sind Kanäle, die du dir selbst aufbaust und kontrollierst, während Earned Media Reichweite ist, die dir andere aus Respekt geben.

In den meisten Fällen braucht es alle drei Arten von Medien, um ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen. Denn alle Formen haben ihre Vor- und Nachteile.


Beispiele Paid Media

  • Du machst bezahlte Werbung bei Facebook, Instagram oder LinkedIn.
  • Du machst bezahlte Werbung bei Google (Google Ads) oder YouTube.
  • Du bezahlst einen Influencer oder Celebrity, dein Produkt oder deine Marke zu erwähnen.
  • Du bietest ein Affiliate-Programm an.
  • Du bezahlst für eine Gastartikelplatzierung auf einem Blog bzw. einer Website.
  • Du kaufst Sendezeit für TV- bzw. Radiowerbung.
  • Du kaufst Anzeigenplätze in Magazinen oder Zeitungen.
  • Du kaufst Anzeigenplätze auf Plakatwänden. (Indoor & Outdoor)
  • etc.

Die Vorteile von Paid Media

Sich eine eigene Reichweite über Owned Media und Earned Media aufzubauen, dauert sehr lange. Durch Paid Media bekommst du sofort Zugriff zu deiner Zielgruppe und kannst deine Angebote am Markt anbieten. Außerdem hast du mit Paid Media eine schnelle Möglichkeit, neue Produktideen zu testen, da du einen sofortigen Marktzugang hast. 

Ein weiterer Vorteil von Paid Media ist die gute Steuerbarkeit. Besonders bei bezahlter Werbung über Facebook & Co. kann man sehr genau sehen, wie viel Budget man in die Vermarktung eines Angebots gesteckt hat und wie viel Umsatz dadurch entstanden ist. Gehen die Zahlen auf, kann man den Wasserhahn sprichwörtlich aufdrehen und somit Unmengen an Umsatz und Gewinn erzielen. (Starke Skalierung möglich)

Expertentipp

"In allen Phasen ist das wichtigste die Relevanz der Zielgruppe (hier: Follower, Likes...). Hier gilt ganz klar Qualität über Quantität. Eine große Anzahl an Fans mag zwar verlockend klingen - wenn diese jedoch nicht mit deinem Content interagieren, wird man von den Algorithmen immer wieder mit geringer Reichweite abgestraft..."

Markus Bosch - Digitale Ikonen

Die Nachteile von Paid Media

Wie der Name schon sagt, muss man für die Reichweite zahlen. Wer noch kein funktionierendes Geschäftsmodell hat, der kann unter Umständen viel Geld verlieren. Aus diesem Grund wird diese Form des Unternehmenswachstums auch „Downside Leverage“ genannt. Nur wenn es funktioniert, dann kannst du skalieren. Wenn es nicht funktioniert, hast du sogar einen Schaden, das verlorene Geld.


Wenn es „Downside Leverage“ gibt, gibt es dann auch „Upside Leverage“? Ja, zwölf verschiedene Möglichkeiten, von Upside Leverage zu profitieren, findest du im Artikel „Mehr Umsatz mit weniger Einsatz mit diesen 12 Hebeln“.

Mindset – Paid Media ist kein Ausweg für Schüchterne.

Wenn dir das Verkaufen keinen Spaß macht oder du dich unwohl fühlst, mit potenziellen Kunden zu sprechen, weil du vielleicht schüchtern bist, dann ist Paid Media KEINE Alternativlösung für dich. Wenn du nicht in der Lage bist, dein Angebot an wenige zu verkaufen, dann kannst du auch nicht an viele verkaufen. Es ist wichtig, dass du lernst, auf andere Leute zuzugehen und sie dazu einlädst, mehr über dein Angebot zu sprechen. Dazu ist Direktmarketing ein wichtiges Instrument, um das notwendige Feedback zu bekommen. 


Wenn du dein Angebot also nicht mindestens dreimal händisch verkauft hast, würde ich mit bezahlter Werbung nicht anfangen, weil sich wahrscheinlich genau dann der Negativfall von „Downside Leverage“ einstellen wird. Wie du dein Angebot ein paarmal händisch verkaufst, erkläre ich in meiner Kurzweiterbildung “SOS Kundengewinnung”.

Bezahlte Werbung über Social-Media- Plattformen – Der Lebenszyklus ist entscheidend.

Da du nun gesehen hast, dass es eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt, bezahlte Werbung zu machen, möchte ich nun auf Social-Media-Plattformen wie beispielsweise Facebook und Facebook-Ads eingehen.


Russell Brunson beschreibt in seinem Buch „Traffic Secrets“ , dass jedes soziale Netzwerk einem bestimmten Lebenszyklus zugrunde liegt. Je nach Phase gibt es ein Verhältnis zwischen dem Typ User und den Unternehmen, die über das Netzwerk Werbung für ihre Angebote machen. 


Ich gehe die Phasen am Beispiel von Facebook einmal durch. Jedes andere Netzwerk funktioniert aber auch auf gleiche Weise. Überlege dir, welches Netzwerk sich aktuell in welcher Phase befindet. 

Phase 1: Einführung

In dieser Phase ist die Social-Media-Plattform noch neu und es befinden sich fast ausschließlich „Early Adopters“ auf der Plattform. Early Adopters sind Menschen, die neue Dinge gerne ausprobieren und eine hohe Toleranz dafür haben, dass der Service noch nicht perfekt ist. Sie treiben die Entwicklung der Plattform sogar aktiv voran, weil sie gewillt sind, wertvolles Feedback zu geben.


In dieser Phase gibt es selten Möglichkeiten, bezahlte Werbung über das Netzwerk zu platzieren, da es der Plattform in dieser Phase noch darum geht, die Anzahl der User zu steigern. Werden zu viele Werbebotschaften zu früh gestreut, würde sich das negativ auf die Entwicklung der Useranzahl auswirken. Die Plattform selbst finanziert sich in diesem Stadium meist rein durch Investoren und erwirtschaftet ausschließlich Verluste.


Phase 2: Das Wachstum

In der zweiten Phase steigt die Anzahl der User rapide, weil nun auch Menschen Profile haben, die erst sehen müssen, dass auch ihre Freunde dort vertreten sind, um selbst aktiv zu werden.


In der Wachstumsphase werden nun auch Unternehmen aktiv eingeladen, ein Profil anzulegen, um Aufmerksamkeit zu erlangen. In dieser Phase werden die Unternehmen noch nicht zur Kasse gebeten und können mit kostenlosen Profilen Reichweite erlangen.


Im Fall von Facebook gab es in dieser Phase immer mehr Unternehmen, die eine eigene Facebook-Fanpage hatten. Jeder, der die Seite geliked hat, wurde dann über neue Posts des Unternehmens benachrichtigt. In dieser Phase wird die Möglichkeit gegeben, die Inhalte mit bezahlter Werbung zu „boosten“. Was jedoch in dieser Phase noch sparsam eingesetzt wird.


Der Return on Investment der Ads ist hier sehr hoch. Es lohnt sich, in dieser Phase ein wenig Geld in die Hand zu nehmen, um seine Reichweite zu erhöhen.


Phase 3: Reife

In der Reifephase hat das Netzwerk sein Ziel erreicht. Es hat Unmengen an Endnutzern auf der Plattform, die anhand ihrer angegebenen Infos sehr gezielt identifiziert werden können.


Außerdem haben viele Unternehmen ein Business-Profil auf der Plattform und haben bereits gespürt, dass man über das Netzwerk tatsächlich neue Kunden erzielen kann. Für das Unternehmen ist die Social-Media-Plattform ein wertvoller Absatzmarkt geworden.

In dieser Phase bittet das Netzwerk die Unternehmen nun zur Kasse, indem es die Reichweite über das eigene Business-Profil drastisch kürzt und nun die Möglichkeit der bezahlten Werbung anbietet. Wer als Unternehmen über diesen Kanal nun weiterhin Kunden gewinnen will, muss zwangsläufig Geld für bezahlte Werbung in die Hand nehmen.


In dieser Phase verdient das Netzwerk das erste Mal im großen Stile Geld und die Investoren sehen einen Return on Investment.

Je nachdem, wie weit diese Phase fortgeschritten ist, wird es immer schwieriger, die Kosten für bezahlte Werbung zu amortisieren. Zu Beginn kann man bezahlte Werbung für seine Website an sich machen bzw. für seine E-Mail-Liste. Hier bezahlst du dann, um neue Kontakte zu generieren.


Je weiter fortgeschritten diese Phase ist, gibt es immer mehr Wettbewerber und die Kosten für die bezahlte Werbung steigen enorm. Um trotzdem noch Erfolg in der Phase zu haben, werden dann über die Werbung kleine Produkte im Wert von 9 bis 49 € über die Werbung ausgespielt, die dann die Kosten der Werbung wieder amortisieren. Nicht jeder User wird zum Käufer, doch die User, die noch nicht kaufen, setzen sich mit deiner Marke auseinander und die, die das kleine Angebot gekauft haben, haben die User, die sich mit der Marke lediglich auseinandergesetzt haben, mitfinanziert.


Phase 4: Rückgang

In dieser Phase ist die Plattform bereits auf dem absteigenden Ast. Merkmale, dass diese Phase bereits eingetreten ist, erkennst du daran, dass deine Eltern bzw. Großeltern nun auf der Plattform zu finden sind und der kommerzielle Nutzen im Vordergrund steht.

In dieser Phase ist es für die Unternehmen enorm schwer, das Ad-Budget zu amortisieren und Werbung mit Mini-Produkten ist nun ein Muss.

Das richtige soziale Netzwerk auswählen.

Wenn du über soziale Netzwerke neue Leads bzw. neue Kunden gewinnen willst, dann ist es wichtig, dass du auch hier strukturiert herangehst. Schaue dir jedes Netzwerk im Einzelnen an und frage dich: 

  • Kann ich darüber meine Zielgruppe erreichen?
  • In welchem Lebenszyklus befindet sich das soziale Netzwerk?
  • Kann ich meine Zielgruppe noch mit den kostenlosen Tools erreichen oder muss ich für neue Reichweite zahlen?
  • Kann ich noch mit kostenlosen Angeboten meine Reichweite erhöhen oder müssen es bezahlte Mini-Produkte sein?

Ein soziales Netzwerk muss man vollständig durchdringen. Deshalb ist es sinnvoller, dass du dich fokussierst und nicht versuchst, jedes Netzwerk gleichzeitig zu bedienen. 

Dein nächster Schritt

Wenn du das System deiner Lead-Generierung strukturieren möchtest, dann melde dich zu einem kostenlosen Mini-Coaching an. Im unverbindlichen Gespräch können wir dann gemeinsam prüfen, was dein nächster Schritt sein sollte. 

Kostenloses Coaching

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Im kostenlosen Mini-Coaching wirst du herausfinden, welches deine dringendsten Baustellen sind und welche sofortigen Schritte du gehen kannst, um dir deinen Business-Alltag leichter zu machen.
  
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Melanie Retzlaff

Melanie ist Inhaber von Business mit Struktur, einem Weiterbildungs- & Coachingprogramm, das Unternehmern dabei hilft, Klarheit, Ordnung und Skalierfähigkeit in ihre Firma zu bringen. Das erreicht Melanie mit ihrer Methode, indem sie dem Besitzer hilft, ein Unternehmen aufzubauen, das von funktionierenden Strukturen und nicht von Menschen abhängig ist.