Womit kann man heute viel Geld verdienen, ohne seinen Ruf auf's Spiel zu setzen?

Womit kann man heute Geld verdienen?

In der Online-Szene gibt es immer wieder Gespräche, mit welchen Methoden man gerade richtig viel Geld verdienen kann. Ob das Affiliate-Seiten, E-Books, Amazon FBA, Bitcoin oder AirBnB ist.

Es entstehen immer wieder neue Trends, angebliche Millionäre und viele Online-Kurse, die versprechen, auch dir zu zeigen, wie du ohne etwas tun zu müssen, reich wirst.

Ja, es ist wahr. Es gibt Menschen, die mit diesen Trends sehr viel Geld verdienen. Das sind zum einen die Leute, die in den Trend sehr früh einsteigen, ihr Geld mitnehmen und dann wieder gehen. Zum anderen sind es Leute, die dir zeigen, wie man damit Geld verdienen kann.

Ich habe per se nichts gegen diese Methoden. Es sind diverse Formate, wie man eine Leistung anbieten kann. Nachhaltig eingesetzt können sie eine wunderbare Ergänzung für den Wert, den du deinem Kunden lieferst, sein. Das Problem ist eher die Sichtweise. Wenn du als Unternehmer die egozentrische Stellung einnimmst, dann geht es hier nur um dich. Du schaust, wie du am meisten Geld bekommst. Das sorgt dafür, dass du im schlimmsten Fall auf "Bauernfängerei" gehst.

Vier Phasen von Trend-Businesses

Unternehmen, die auf einem Trend basieren, durchlaufen i.d.R. einen vorhersagbaren Zyklus.

Phase 1: Das Schlupfloch

In der ersten Phase entdeckt jemand ein Schlupfloch in einem bestehenden System, wie beispielsweise einen noch jungen Google-Algorithmus. Dieses Schlupfloch sorgt dafür, dass diese Person überdurchschnittlich viel Umsatz verdient. Nur sehr wenige kennen dieses Schlupfloch und nutzen es für ihre Zwecke. Die Verdienstmöglichkeiten sind enorm.

Phase 2: Der Online-Kurs zum Schlupfloch

In der zweiten Phase gibt es schon mehr Menschen, die dieses Schlupfloch nutzen. Die Ergebnisse sind immer noch überdurchschnittlich. Nun entstehen erste Online-Kurse, die dir zeigen, wie auch du diese Methode für dich nutzbar machen kannst. In dieser Phase beginnen die Umsätze durch die Online-Kurse bereits größer zu werden als durch das Schlupfloch selbst. Hier verdient der Guru mehr als der Anwender. Außerdem ist die Anzahl der Anwender bereits so groß geworden, dass die jeweilige Instanz (in diesem Fall Google) darauf aufmerksam geworden ist und bereits mit Hochdruck an einer Gegenmaßnahme arbeitet.

 

Phase 3: Ergebnisse sinken massiv

Nun hat die große Masse von der Methode gehört. Sie ist i.d.R. risikoaverser und braucht die vielen Positiv-Beispiele, damit sie ihren Versuch wagt. Da nun aber so viele die Methode nutzen und die Instanz bereits gute Gegenmaßnahmen entwickelt hat, sind die Ergebnisse in keinster Weise mehr die ursprünglichen. Vielleicht lassen sich mit der Methode hier und da noch ein paar hundert Euro verdienen, doch die wirklichen Millionäre kennt man nicht mehr.

Phase 4: Methode wird zum Spam

In der letzten Phase ist die Methode kein Geheimnis mehr und es lassen sich kaum noch tragfähige Gewinne erzielen. In vielen Fällen hat das Geschäftsmodell einen üblen Nachgeschmack bekommen und die Gurus sind verschwunden.

Die Intention hinter der Methode

Diese vier Phasen lassen sich beobachten, wenn die Unternehmer das Geld als primäres Ziel ansehen. Ausschlaggebend ist also die Intention hinter der Methode.
Ist Affiliate-Marketing an sich schlecht? Ist es etwas Schlechtes, wenn man ein Produkt oder einen Service weiterempfiehlt und dafür eine Provision erhält? Nein, im Grunde genommen ist es das nicht. Es wird dann problematisch, wenn man ganze Seiten aufbaut und Angebote empfiehlt, nur weil sie einem eine hohe Provision verschaffen, auch wenn man nicht hinter den Angeboten steht.

Sind E-Books schlecht? Nein, natürlich nicht. Es wird dann zu einem Problem, wenn man massenweise E-Books produzieren lässt, die keine Qualität haben.
Wenn die Intention das reine Geldverdienen ist, dann wird man ein Schlupfloch identifizieren, es nutzen so lange es geht und dann das nächste finden müssen. Dabei sollte man allerdings versuchen, anonym zu bleiben, da man diese Vorgehensweise nicht sehr oft mit seinem eigenen Namen wiederholen kann.

Der bessere Weg zum Erfolg - die Transformation

Nun stell’ dir vor, dass du ein Unternehmen aufbaust, das dauerhaft Gewinne erwirtschaftet und keinem Trend zugrunde liegt. Die Kunden lieben dich und empfehlen dich aktiv weiter, weil sie von deiner Leistung absolut überzeugt sind. Deine Bemühungen gelten nicht dem kurzfristigen Cashflow, sondern liegen darin, einen Vermögensgegenstand aufzubauen, welcher auch noch Wert liefern kann, wenn du selbst nicht mehr im operativen Geschäft tätig bist. Vielleicht können deine Kinder und Enkel noch von deinem Einsatz profitieren und du hinterlässt der Welt etwas, was nicht nur dir Nutzen brachte.

Wenn du diese Art Unternehmen aufbauen möchtest, dann basieren deine Angebote nicht auf Schlupflöchern, sondern auf einer Transformation deines Kunden. Eine Transformation ist eine Problemlösung. Es gibt das Leben vor der Zusammenarbeit mit dir und es gibt das Leben nach der Zusammenarbeit mit dir. Du musst genau definieren, welche Veränderung du bei deinem Kunden hervorrufst. Gehe dabei auf harte Fakten und auch auf weiche Fakten ein.

Beispiel zur Transformation

Maria ist Social Media Manager und betreut die Facebook-Seiten diverser Kunden. Sie bietet ihren Klienten folgende Transformation an:


Das Leben vor der Zusammenarbeit:

 

  • Klient hat ungepflegte Facebook-Seite. Er schämt sich dafür.

  • Er möchte dieses Projekt schon lange angehen, doch durch den Druck im Tagesgeschäft fällt es immer wieder herunter.

  • Endkunden haben eine schlechte Customer Experience. Kundenanfragen werden über diesen Kanal nicht beantwortet.

  • Junge Endkunden, die Social Media als Kanal favorisieren, werden nicht bedient. 

  • Potential des Kanals wird nicht genutzt. Umsatzpotenzial wird nicht abgeschöpft.

  • Klient hat viele tolle Inhalte, die in der Schublade versauern. 


Das Leben nach der Zusammenarbeit:

  • Klient hat eine vorzeigbare, wertvolle Facebook-Seite, über die er gerne spricht und die er gerne zeigt.

  • Die Customer Experience für Endkunden, die sich über diesen Kanal melden, ist toll. Es entstehen echte Fans.

  • Facebook-Seite wird zu einem neuen Marketing-Kanal. Es entstehen mehr Leads bzw. Kunden.

  • Bestehende Inhalte wie bspw. Artikel, Fotos und Videos können über diesen Kanal ausgespielt werden und vergrößern damit die Reichweite. 


Diese Vorgehensweise sorgt dafür, dass du den Kunden und seine Bedürfnisse ins Zentrum stellst. Denn die Problemlösung des Kunden muss immer der Ausgangspunkt für die Angebotsentwicklung sein. Nur so kannst du erfolgreiche, langfristige Angebote auf den Markt bringen, die nicht dem oben beschriebenen Trend-Zyklus ausgeliefert sind.

Schritt für Schritt mit Mini-Transformationen

I.d.R ist die definierte Transformation sehr groß und nicht in einem Schritt gangbar. Basierend auf der großen Problemlösung musst du definieren, welche kleinen Schritte du mit deinem Klienten gehen musst, damit er zu seiner Endlösung gelangen kann. Was braucht es also dafür, damit er zum Endpunkt kommt?

Beispiel für Mini-Transformationen

Maria begleitet ihre Klienten also dabei, dass sie ihre Facebook-Seite zu einem erfolgreichen Marketing-Kanal machen. Was muss genau passieren, damit dies auch eintritt?

  1. Erstellung einer Strategie

  2. Sichtung der bestehenden Inhalte

  3. Set-up/Neuaufbau der Facebook-Seite 

  4. Erstellung eines Redaktionsplans

  5. Kontinuierliches Posting

  6. Regelmäßiges Reporting


Mit den Mini-Transformationen hast du ganz genau definiert, was getan werden muss, damit der Kunde seine Problemlösung auch bekommt. Auch wenn Maria diese Dinge schon immer intuitiv getan hat, ist ihr damit bewusst geworden, was eine erfolgreiche Leistung alles beinhalten muss. Aufwandskalkulationen sind für Maria nun sehr viel einfacher. Außerdem sieht sie, dass sie Vorlagen entwickeln kann, die ihr dabei helfen, effizienter in ihrer Arbeit zu werden. Diese Vorlagen sind:

  1. Workbook für die Strategie-Entwicklung

  2. Checkliste für die Materialiensichtung

  3. Anleitung für das Set-up einer Facebook-Seite

  4. Template für einen Redaktionsplan

  5. Anleitung für das Erstellen eines Posts

  6. Template für ein monatliches Reporting


Dein nächster Schritt

Es ist nicht so einfach, die Transformation seines Kunden alleine zu definieren. Gerade hier profitierst du von den Erfahrungen eines Business-mit-Struktur-Coachs. Überzeuge dich selbst davon und melde dich zum kostenlosen Mini-Coaching an. 

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