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Bevor du ein Infoprodukt entwickelst, lies unbedingt diesen Artikel

Infoprodukt entwickelnBist du ein Freelancer und hast keine Lust mehr auf den Zeit-gegen-Geld-Modus? Dann hast du vielleicht schon mal daran gedacht, ein Infoprodukt, wie beispielsweise ein E-Book oder einen Videokurs zu entwickeln. Diese Überlegung kann ich stark nachvollziehen. Denn wir alle wünschen uns eine Art „passives Grundrauschen“, während wir dann nur noch die Projekte machen, die uns wirklichen am Herzen liegen. Doch bevor du dieses Infoprodukt entwickelst, solltest du unbedingt weiterlesen. Denn die Gefahr ist groß, dass die Ergebnisse nicht so toll sind, wie du sie dir vorstellst. Und ich werde dir zeigen, was du machen kannst, damit die Ergebnisse deinen Erwartungen entsprechen.

Wähle kein neues Thema, sondern mache das, was du bereits kannst

Wenn du als Dienstleister auf der Suche nach passiven Einnahmequellen bist, dann empfehle ich, kein neues Thema zu wählen. Als Freelancer hast du bereits viel Erfahrung in deiner Nische gesammelt. Sobald du dir ein neues Thema suchst, dann musst du leider wieder bei Null anfangen. Natürlich kann man diese Aussage nicht pauschalisieren. Denn wenn du in deinem Freelancer-Dasein totunglücklich bist und dich dein Thema nur noch nervt oder in den Burn-Out treibt, dann ist es sehr wohl sinnvoll, zu schauen, ob nicht ein anderes Thema besser für dich und dein Lebensglück ist.

Wenn du dein derzeitiges Thema aber immer noch sehr spannend findest, dich aber nur der Leistungs-Modus nervt, dann lass uns lieber überlegen, wie du dein Geschäftsmodell ändern kannst.

Standardisiere deine Dienstleistung und ebne damit den Weg für dein Infoprodukt

Ein Infoprodukt ist nichts anderes als die Erklärung deiner Arbeitsweise. Als Freelancer hast du deine Arbeitsweise im Kopf und gehst bestimmte Schritte, um deine Leistung zu erbringen. Oftmals sind dir diese Schritte gar nicht so bewusst und du arbeitest sie eher intuitiv ab. Überlege dir nun, welche Vorteile du hast, wenn du deine Arbeitsschritte zumindest als Checkliste dokumentierst:

 

  • Du brauchst weniger „Bandbreite“ in deinem Kopf und verlierst nicht mehr den Faden bei der Bearbeitung
  • Du kannst dem Kunden besser kommunizieren, was das Projekt alles beinhaltet und somit seine Erwartungshaltung managen.
  • Du kannst dir überlegen, welche standardisierten Dokumente du produzieren kannst, um dauerhaft den Aufwand zu reduzieren (Willkommenspaket, Übergabedokument, Arbeitsbücher, etc.)
  • Du kannst dich von (freien) Mitarbeitern unterstützen lassen.


Verkaufe eine Transformation und keine Tätigkeit

Um deinem Kunden maximalen Wert zu liefern und somit auch einen adäquaten monetären Wert zurück erhalten zu können, musst du dir überlegen, welche Transformation du deinem Kunden eigentlich gibst. Eine Transformation ist eine Lösung eines Problems. Überlege dir, wie das Leben deines Kunden vor der Zusammenarbeit mit dir aussieht und wie das Leben danach aussieht. Idealerweise ist er nach der Zusammenarbeit sein Problem ganz oder zumindest teilweise los.

Nehmen wir an, du bist im Bereich Internetmarketing tätig und kennst dich sehr gut mit Facebook-Werbung aus. Ist Facebook-Werbung eine Transformation? Nein! Facebook-Werbung ist ein Mittel für einen bestimmten Zweck. Der Zweck ist in diesem Fall die Generierung von Leads. Wenn du also anbietest, dass du deinem Kunden hilfst, neue Leads via Facebook-Werbung zu generieren, anstatt zu sagen: „Ich mache Facebook-Werbung für dich“, dann ist das ein sehr viel attraktiveres Versprechen. Das bedeutet aber auch, dass du dir überlegen musst, ob Facebook-Werbung alleine reicht, um das Versprechen einzulösen. Oder braucht es noch weitere Schritte, um das Ziel zu erreichen? In diesem Beispiel ganz bestimmt. Denn wer Leads über Facebook generieren möchte, der braucht auch eine ausgearbeitete Kundenpersona, eine Landingpage mit einem Opt-in-Offer und idealerweise auch ein Reporting.

Wenn du diese Denkweise adaptierst, dann bietest du deinem Kunden einen vollen Prozess an, der sein Problem löst. Jetzt denkst du dir vielleicht, dass du gar nicht den ganzen Prozess anbieten willst, da dir entweder die Expertise fehlt oder du bei bestimmten Teilschritten keine Lust auf eine Leistung hast. Das ist völlig legitim. Du kannst den Kunden aber auch in diesen Bereichen unterstützen, indem du ihm entweder wertvolle Ressourcen zu den Teilschritten gibst, damit er sich selbst helfen kannst, oder du Partner in deinem Netzwerk hast, die diese Bereiche abdecken. Dein Kunde wird es dir danken.

Deine Arbeitsweise ist also ein mehr oder minder standardisierter Prozess. Sobald du diesen im Detail auf das Papier gebracht hast, hast du bereits deinen Aufbau für dein Infoprodukt. Hast du dann noch Materialien produziert, die dir die Lieferung der Leistung leichter machen, sind diese bereits der Inhalt des Infoprodukts und müssen nur erklärt werden.

Der clevere Weg zum Infoprodukt

Deine Dienstleistung zu Beginn zu standardisieren und dann daraus ein Infoprodukt zu machen, hat eine Vielzahl von Vorteilen:

 

  1. Eine standardisierte Dienstleistung erlaubt es dir, Festpreise zu nehmen. Diese Festpreise fördern deine Skalierfähigkeit im Unternehmen.
  2. Die Qualität deiner Leistung wird um ein Vielfaches besser. Das wünscht sich auch dein Kunde.
  3. Du musst nicht jedes Projekt von null anfangen.
  4. Die Erstellung des Infoprodukts ist sehr viel einfacher, da der Rahmen und der Inhalt sich ganz natürlich und automatisch aus deiner standardisierten Dienstleistung ergeben.
  5. Das Infoprodukt kann gleichzeitig ein Training für deine Mitarbeiter sein.
  6. Wenn deine Kunden deine Preise drücken wollen oder sagen, dass sie es sich nicht leisten können, kannst du ihnen immer sagen, dass sie es sich mit dem Infoprodukt auch gerne selbst beibringen können. Viele von den Infoprodukt-Käufern werden dann im zweiten Schritt auf deine Dienstleistung zurückgreifen, da sie merken, wie viel Arbeit dahinter steckt.
  7. Du kannst deinen Prozess erst manuell testen und dann ein Infoprodukt mit Dauerhaftigkeit produzieren.

Die Gefahren

Wenn dich die Vorteile dieser Herangehensweise noch nicht überzeugt haben, möchte ich dich noch auf die Gefahren aufmerksam machen, die aufkommen, wenn du als Erstes dein Infoprodukt entwickelst.

Solltest du ein Infoprodukt in einem Bereich entwicklen, in dem du noch nicht so viel Erfahrung hast, kann es sein, dass dir kurz nach der Veröffentlichung klar wird, dass manche Inhalte gar nicht so funktionieren, wie du es dir gedacht hast. Die Dienstleistung ermöglicht es dir, die Inhalte und die Vorgehensweise an mehreren Kunden zu testen, bevor du den Prozess innerhalb deines Infoprodukts in Stein meißelst.

Die zweite Gefahr ist, dass du ein Infoprodukt entwickelst, das hier und da ein wenig Geld einbringt. Doch es ist nicht dafür konzipiert, dass die Kunden dann im zweiten Schritt dein hochpreisiges Dienstleistungsangebot annehmen. Deine Produkttreppe ist dann unvollständig und du bist nicht in der Lage, das volle Potential deines Unternehmens auszuschöpfen.

Wenn du das Infoprodukt nicht als Teil deiner Produkttreppe siehst und sogar dafür eine zweite Marke aufbaust, wirst du weniger Wirkkraft haben, da du deinen Fokus verloren hast. Es gilt, eine starke Marke aufzubauen, die mehrere Angebote enthält, die für deine Zielgruppe Sinn machen. Es ist weniger sinnvoll, unterschiedliche Angebote zu entwickeln, die alle eine andere Marke und Zielgruppe haben.

Lass dich bei der Entwicklung deines Angebots-Programms unterstützen

Wenn du dich in der Entwicklung deiner Angebote verzettelst und diese deshalb nicht auf die Straße bekommst, kannst du dich gerne im Coaching unterstützen lassen.

Business Coaching


1 Kommentar

  • Punkt 6. Geil! Mache ich ab jetzt so. 😁

    Charles Rahm

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