Weshalb du Brand Guidelines brauchst.

Weshalb du Brand Guidelines brauchst.

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Du kennst und lebst deine Marke. Deine Vision ist klar und strahlt aus jedem Teil deines Angebots. Jeder Kunde versteht sofort deine Markenbotschaft. Aber verstehen deine Mitarbeiter deine Marke genauso gut? Teilen sie deine Vision und wissen sie, wie sie die Botschaft an deine Kunden vermitteln sollen?

Brand Guidelines sind ein Werkzeug, mit dem du deine Marke schriftlich festhältst und vermittelst. Auch, wenn du (noch) keine Mitarbeiter hast, solltest du deine Guidelines zu Papier bringen.

Bereite dich auf Mitarbeiter vor.

Vielleicht arbeitest du noch alleine. Aber das wird nicht immer so sein. Dein Unternehmen wächst, und irgendwann wirst du Unterstützung brauchen. Solange du alle Aufgaben selbst erledigst, bleibt dir auch mit einem skalierbaren Angebot nicht viel Zeit, weiter an deinem Unternehmen zu arbeiten.

Egal, ob festangestellte Mitarbeiter oder Freelancer: Wer für dich arbeitet, muss deine Marke kennen und verstehen. Denn du verkaufst mehr als nur ein Produkt oder eine Dienstleistung. Du verkaufst eine Lösung, und insbesondere ein Gefühl. Und das kann nur vermittelt werden, wenn jeder in deinem Unternehmen dein Brand verinnerlicht hat.

Damit auch deine Mitarbeiter mit deiner Stimme sprechen, reicht es deshalb nicht, wenn sie nur deine Schriftart und die Farbcodes deines Logos kennen. Insbesondere müssen sie deine Vision verstanden haben.

Zu deinen Guidelines gehört also alles, was von deiner Marke wahrnehmbar ist und was sie ausmacht.

Was sind Brand Guidelines?

Brand Guidelines sind ein schriftliches Dokument deiner Marke, damit sie im Alltag genutzt werden kann. Dieses Brandbook enthält deshalb alles, was für deine Marke relevant ist: Deine Vision, deine Kernbotschaft und das Gefühl, das du deinen Kunden geben willst. Auch verwendete Fonts, Farben und Designvorlagen für Websites und Briefpapier gehören dazu.

Wenn du die verschiedenen Sinne deiner Kunden ansprechen willst, steht in den Guidelines, wie du dies tust. Führe auf, welche Gerüche für deine Marke stehen, welche Musik in deinem Laden gespielt wird, oder ob und welche Geschenke eine besonderen Kunden erhalten.

Deshalb brauchst du schriftliche Brand Guidelines.

Natürlich kannst du neue Mitarbeiter individuell einführen und dein Brand im persönlichen Gespräch erklären. Wenn du aber kein schriftliches Brandbook hast, nimmst du dadurch einige Nachteile in Kauf:

  • Es kostet sehr viel Zeit, die du auch für die Arbeit an deinem Unternehmen nutzen kannst. Schließlich wiederholst du in dieser Zeit nur wieder und wieder etwas, das bereits feststeht. Produktiv ist das nicht.
  • Du riskierst, wichtige Punkte zu vergessen. Wenn du dir aber eine Liste machst, die du abarbeitest, kannst du auch gleich Brand Guidelines ausarbeiten, oder?
  • Deine Mitarbeiter können es nicht nachlesen. Sie können sich zwar Notizen machen. Aber diese Notizen sind nicht deine Worte, sondern das, was sie verstanden haben. Deine Markenbotschaft verwässert.
  • Du kannst selbst nicht nachschlagen. Auch, wenn du deine Marke kennst, sind Brand Guidelines sehr wertvoll für dich. Du kannst sie regelmäßig überprüfen, ob sie noch zu dir passen, und im Bedarfsfall aktualisieren.

Mitarbeiter-Onboarding

Einem neuen Mitarbeiter nur deine Guidelines in die Hand zu drücken, führt nur selten dazu, dass er dein Brand wirklich verstehen kann. Trotzdem sind schriftliche Guidelines elementar und ein wichtiger Bestandteil des Mitarbeiter-Onboardings. Je besser diese Einführung in dein Unternehmen ist, desto schneller kann ein neuer Mitarbeiter voll mitarbeiten und dich unterstützen.

Gib einem neuen Mitarbeiter dein Brandbook und gehe es gemeinsam mit ihm durch, nachdem er es gelesen hat. Du musst ihm nicht mehr jedes Detail erklären, und kannst zugleich sicherstellen, dass er deine Vision verinnerlicht hat.

Achte darauf, dass ein neuer Mitarbeiter die Details erhält, die für ihn besonders relevant sind: Ein Texter muss wissen, in welcher Tonalität er schreiben soll, während ein Grafiker insbesondere deine Farben und dein Websitedesign kennen muss. Konzentriere dich dabei nicht nur darauf, dass dein Mitarbeiter deine Vision versteht. Gib ihm auch die nötige Anleitung, deine Vision aktiv umzusetzen. Dafür musst du auch auf die Persönlichkeit und die Sprache deines Mitarbeiters eingehen.

Wenn dein Unternehmen weiter wächst, kann für dich auch die Zeit kommen, einen Brand Manager zu wählen. Als Geschäftsführer wirst du schließlich nicht mehr ausreichend Kapazitäten haben, um alle ein Auge auf alle Produkte und Dienstleistungen werfen zu können. Ein Mitarbeiter, der dich schon lange begleitet, kann dir an dieser Stelle eine wertvolle Hilfe sein.

Sei offen für Entwicklung.

Ein weiterer Vorteil deines Brandbooks: Erst, wenn du deine Marke schriftlich festhältst, kannst du klar sehen, ob Veränderungen nötig sind oder wo du mehr in die Tiefe gehen musst. Solange du nur ein ungefähres Gefühl für dein Brand hast, ist es sehr schwer, den Finger darauf zu legen, was die Ursache dafür ist. Etwas schriftlich auszuformulieren, ist auch für dich ein sehr wichtiges Hilfsmittel.

Beim Onboarding eines neuen Mitarbeiters hast du darüber hinaus die Chance, zu testen, ob dein Brandbook deine Marke wirklich wiedergibt. Frage, ob nach dem Lesen Fragen bestehen oder etwas unklar ist. Ebenso ein wertvolles Feedback ist die Aussage, welcher Teil deines Brandbooks am besten im Gedächtnis geblieben ist. Denn hier hast du deine Markenbotschaft am besten wiedergegeben.

Dein nächster Schritt

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Melanie Retzlaff

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