Earned Media strategisch nutzen: So baust du dir starke Medienkooperationen auf

March 11, 2026Melanie Retzlaff
Earned Media

Earned Media gehört zu den wirkungsvollsten Methoden im Marketing. Wenn du es schaffst, auf den Plattformen anderer Anbieter stattzufinden – etwa durch Gastartikel, Interviews oder Podcast-Auftritte – kannst du deine Reichweite innerhalb kurzer Zeit deutlich erhöhen. Im Idealfall erreichst du dabei eine Zielgruppe, die bereits Vertrauen in die Plattform aufgebaut hat, auf der du erscheinst. Dieses Vertrauen überträgt sich teilweise auch auf dich.

Allerdings ist Earned Media kein Zufallsprodukt. In vielen Fällen hast du nur eine einzige Gelegenheit, einen Plattformbetreiber oder Content-Creator von einer Zusammenarbeit zu überzeugen. Deshalb lohnt es sich, das Ganze strukturiert anzugehen. Mit einem klaren System stellst du sicher, dass du deine Chancen optimal nutzt und langfristig wertvolle Kooperationen aufbaust.

Eine solide Grundlage: Deine Partner-Datenbank

Der erste Schritt besteht darin, dir eine übersichtliche Datenbank mit potenziellen Kooperationspartnern anzulegen. Die Akquise von Media-Partnern funktioniert nämlich ganz ähnlich wie die klassische Kundenakquise: Ohne Struktur verliert man schnell den Überblick über Kontakte, Status und nächste Schritte.

In dieser Datenbank sammelst du alle Plattformen und Ansprechpartner, die für eine Zusammenarbeit infrage kommen. Ziel ist es zunächst, mindestens zehn potenzielle Partner zu identifizieren. Auf diese Weise baust du dir eine Pipeline auf, aus der später konkrete Kooperationen entstehen können.

Die Datenbank selbst muss kein komplexes System sein. Eine einfache Excel-Tabelle reicht grundsätzlich aus. Viele Unternehmer arbeiten jedoch gerne mit Datenbank-Tools wie Notion, weil sich dort Informationen besonders übersichtlich strukturieren und erweitern lassen.

Wichtig ist, dass deine Datenbank einige zentrale Informationen enthält. Dazu gehören der Name der Plattform, der Ansprechpartner sowie dessen Kontaktdaten wie E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Außerdem solltest du die URL der Plattform speichern, damit du jederzeit schnell auf deren Inhalte zugreifen kannst.

Zusätzlich empfiehlt es sich, qualitative Informationen festzuhalten. Dazu gehört beispielsweise eine Bewertung der Wichtigkeit des Kontakts – etwa auf einer Skala von einem bis fünf Sternen. Auch ein Statusfeld ist sinnvoll, um jederzeit nachvollziehen zu können, wie weit eine mögliche Kooperation bereits fortgeschritten ist. Weitere hilfreiche Felder sind die Art des geplanten Beitrags, ein Platzhalter für den veröffentlichten Beitrag sowie ein Kommentarfeld für persönliche Notizen, etwa wenn du den Ansprechpartner bereits auf einer Veranstaltung kennengelernt hast.

Die richtigen Plattformen finden

Sobald deine Datenbank vorbereitet ist, beginnt die eigentliche Recherche. Jetzt geht es darum, passende Plattformen zu finden, die für eine Zusammenarbeit infrage kommen.

Der wichtigste Auswahlfaktor ist dabei die Zielgruppe. Idealerweise sprechen potenzielle Partner ein Publikum an, das deiner eigenen Zielgruppe sehr ähnlich ist. Gleichzeitig sollten sie jedoch nicht in direkter Konkurrenz zu dir stehen.

Ein Beispiel: Wenn du als Business-Coach arbeitest, könntest du mit Marketing-Experten kooperieren, die über eigene Blogs, Podcasts oder Social-Media-Reichweiten verfügen. Obwohl ihr beide im Business-Kontext tätig seid, arbeitet ihr in unterschiedlichen fachlichen Nischen. Dadurch entsteht eine Kooperation, von der beide Seiten profitieren können.

Ein weiterer entscheidender Punkt ist der Mehrwert für das Publikum der jeweiligen Plattform. Deine Inhalte sollten für diese Zielgruppe relevant sein und einen echten Nutzen bieten. Je besser dein Thema zu den Interessen der Community passt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Plattformbetreiber an einer Zusammenarbeit interessiert ist.

Während deiner Recherche solltest du außerdem darauf achten, welche Formate der jeweilige Anbieter nutzt. Betreibt die Person einen Blog? Gibt es einen Podcast oder einen YouTube-Kanal? Diese Information hilft dir später dabei, gezielt vorzuschlagen, in welcher Form eine Kooperation stattfinden könnte – zum Beispiel als Gastartikel, Interview oder Podcast-Auftritt.

Parallel dazu lohnt sich eine erste Einschätzung der Reichweite des potenziellen Partners. Hat die Person bereits eine große Community auf Social Media? Verfügt die Plattform über eine hohe Sichtbarkeit? In deiner Datenbank kannst du diese Einschätzung beispielsweise über eine Sternebewertung festhalten.

Gerade am Anfang ist es oft sinnvoll, sich schrittweise vorzuarbeiten – von kleineren Plattformen hin zu größeren. So sammelst du Erfahrungen und baust gleichzeitig Referenzen auf, die dir später den Zugang zu größeren Bühnen erleichtern.

Den ersten Kooperationspartner auswählen

Sobald deine Datenbank mit potenziellen Partnern gefüllt ist, steht die nächste Entscheidung an: Mit wem möchtest du starten?

Hier kommt das Statusfeld deiner Datenbank ins Spiel. Es hilft dir dabei, den aktuellen Stand jeder Kontaktaufnahme zu dokumentieren und systematisch weiterzuarbeiten. Typische Statusstufen können beispielsweise sein: „Nicht begonnen“, „Begonnen“, „Einwilligung zur Kooperation erhalten“, „Medium abgeliefert“, „Medium veröffentlicht“ oder auch „Kooperation abgelehnt“.

Auch Rückmeldungen wie „Keine Antwort“ oder „Schlechter Zeitpunkt“ können sinnvoll sein, um realistisch einzuschätzen, wo du mit einem Kontakt stehst. Mit der Zeit wirst du wahrscheinlich weitere Statusoptionen ergänzen, die besser zu deinem Arbeitsprozess passen.

Wenn du dich für deinen ersten Partner entschieden hast, kannst du gezielt auf ihn zugehen und eine Kooperation vorschlagen. Durch die strukturierte Vorbereitung weißt du bereits, welches Format infrage kommt, wie relevant die Plattform ist und welchen Mehrwert du dem Publikum bieten kannst.

Genau diese Vorbereitung macht den Unterschied. Statt unkoordiniert Anfragen zu verschicken, arbeitest du mit einem klaren System – und erhöhst damit die Wahrscheinlichkeit, dass aus einem Kontakt tatsächlich eine erfolgreiche Medienkooperation entsteht.

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