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Bekommst du für dein Business Kritik und leidest darunter? Das kannst du tun!

Kritik Business InternettrolleIn der Zeit der Internet-Trolle ist es manchmal gar nicht so einfach, sich mit seinem Business herauszutrauen. Wahrscheinlich hast du eine Online-Präsenz und bewegst dich durch die sozialen Medien. Dann wird es dir wohl immer mal wieder passieren, dass du negatives Feedback bekommst und du dich über unangenehme Kommentare ärgerst. Wenn du aber durch diese Kommentare ersthaft an dir und deinem Unternehmen zweifelst, dann ließ unbedingt diese Anekdote.

 

Ein Vater zog mit seinem Sohn und einem Esel in der Mittagshitze durch die staubigen Gassen. Der Sohn führte und der Vater saß auf dem Esel. „Der arme kleine Junge“, sagte ein vorbeigehender Mann. „Seine kurzen Beine versuchen, mit dem Tempo des Esels Schritt zu halten. Wie kann man nur so faul auf dem Esel sitzen, wenn man sieht, dass das Kind sich müde läuft?”

Der Vater nahm sich dies zu Herzen, stieg hinter der nächsten Ecke ab und ließ den Jungen aufsitzen. Es dauerte nicht lange, da erhob schon wieder ein Vorübergehender seine Stimme: „So eine Unverschämtheit! Sitzt doch der kleine Bengel wie ein König auf dem Esel, während sein armer, alter Vater nebenherläuft.“ Dies tat nun dem Jungen leid und er bat seinen Vater, sich mit ihm auf den Esel zu setzen.

„Ja, gibt es sowas?“, sagte eine alte Frau. „So eine Tierquälerei! Dem armen Esel hängt der Rücken durch und der junge und der alte Nichtsnutz ruhen sich auf ihm aus. Der arme Esel!“ Vater und Sohn sahen sich an, stiegen beide vom Esel herunter und gingen neben dem Esel her.

Dann begegnete ihnen ein Mann, der sich über sie lustig machte:„Wie kann man bloß so dumm sein? Wofür hat man einen Esel, wenn er einen nicht tragen kann?“

Der Vater gab dem Esel zu trinken und legte dann die Hand auf die Schulter seines Sohnes. „Egal, was wir machen“, sagte er, „es gibt immer jemanden, der damit nicht einverstanden ist. Ab jetzt tun wir das, was wir selber für richtig halten!“ Der Sohn nickte zustimmend.

 

(Aus dem Buch „Der Kaufmann und der Papagei“ von Nossrat Peseschkian.)

Die Anekdote veranschaulicht, dass du niemals alle glücklich machen kannst. Dein Ziel sollte es aber dennoch sein, besser zu werden. Denn ich gehe davon aus, dass du dich entwickeln möchtest und ein immer besserer Unternehmer sein willst. Das solltest du aber auf deine Weise tun und zwar so, dass es für dich passt. Nachfolgend, findest du wichtige Punkte, über die du reflektieren kannst. Außerdem zeige ich dir, wie man mit harten Kritikern am besten umgeht. 

Verstehe deinen Kunden

An das schnelle Geld glaube ich nicht. Wenn du ein Unternehmen aufbauen willst, was Substanz hat, deinen Kunden tiefgreifend helfen kann und langfristig Gewinne erwirtschaften, dann musst du deine Hausaufgaben machen. Viele Unternehmer versuchen immer noch, jeden anzusprechen. Das geht natürlich in die Hose, da unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Bedürfnisse haben. Dass du deinen Markt segmentierst, ist enorm wichtig für die Effektivität deines Marketings und deines Vertriebs. Du wirst sicherlich bereits von Kundenavataren und Buyer-Personas gehört haben. Wenn ich dieses Thema mit meinen Klienten bespreche, dann höre ich oft: „Das kenne ich schon. Das brauchen wir nicht gemeinsam machen.“ Wenn ich dann auf die Website schaue, wird oft sofort ersichtlich, dass der Klient das Konzept zwar kennt, aber gar nicht oder schlecht umgesetzt hat.

Um es greifbarer zu machen, gehe ich auf die vier Kundensegmente von Business mit Struktur ein. Im Allgemeinen helfe ich inhabergeführten Unternehmen mit 0-150 Mitarbeitern. Genau für diese Zielgruppe ist die BmS-Methode entwickelt worden. Doch es gibt so viele unterschiedliche Segmente innerhalb dieses Marktes, dass sich ein Frisör und eine kleine Marketingagentur nicht gleichzeitig angesprochen fühlen würden. Es gilt hier also, kleinere Gruppen zu identifizieren. Um eine Idee für die Segmente zu bekommen, würde ich an spezielle Use Cases/Anwendungsfälle denken, die ein Kunden hat.

Meine Segmente sind dabei folgende:

 

  • Freelancer, die nicht mehr Zeit gegen Geld tauschen wollen und sich zum Unternehmer entwickeln möchten.
  • Top-Berater mit hohen Tagessätzen, die nach attraktiven Skaliermöglichkeiten für ihre Expertise suchen.
  • Dienstleistungsagenturen, die ihr Alltagschaos reduzieren wollen, indem sie standardisierte Prozesse einführen.
  • Serial-Entrepreneurs, die ihre Business-Ideen so aufbauen wollen, damit sie diese gewinnbringend verkaufen können. 


Jeder dieser Segmente hat unterschiedliche Schmerzpunkte, die unterschiedlich kommuniziert werden müssen. Das Angebot ist bei allen vier Segmenten jedoch das Gleiche.

Manche Unternehmer suchen verkrampft nach einer Nische und positionieren sich dann als „Fotograf für digitale Nomaden“ oder als „Coach für Frauen“. Diese Positionierungen sind nicht unbedingt verkehrt. Doch machen sich diese Unternehmer ihren Markt künstlich kleiner. Eine bessere Variante ist die Definition von drei bis vier unterschiedlichen Lösungen. Diese kannst du dann in deinem Menü verankern und jedes Segment bekommt eine eigene Seite auf der du die Herausforderungen und Lösungsansätze speziell kommunizieren kannst. Um dieses Vorgehen in der Umsetzung zu sehen, kannst du gerne auf die Homepage gehen und im Menü unter „Lösungen“ die vier beschriebenen Segmente finden.

Sei nicht besser, sondern einzigartig

Lässt du dich von den Kommentaren zu deiner Website verunsichern? Bist du irritiert, wenn dein Wettbewerber etwas auf seiner Seite verändert und fragst dich, ob du es ihm gleich tun solltest? Dann liegt das daran, dass du dich nicht genug von deinem Wettbewerb abgegrenzt hast. Ausdrücke wie „Wir sind besser als die Konkurrenz!“ treiben dich automatisch in einem Wettbewerbskampf. Was aber, wenn du sagst: “Wir sind anders als die anderen“? Dann wird die Reaktion eine andere sein. So wächst die Neugier deiner Zuhörer und sie wollen wissen, warum du anders bist. Doch jetzt musst du natürlich dein Versprechen halten. Mit diesen Schritten kannst du dies ganz sicher:

 

  1. Entwickle eine kohärente Marke, die auf den Eigenschaften deiner Persönlichkeit basiert.
  2. Mache eine genaue Marktanalyse und finde eine Positionierung, die so noch nicht besetzt ist.
  3. Investiere Geld in einen guten Designer. Das zahlt sich doppelt und dreifach aus.
  4. Entwickle ein Brandbook, damit deine Mitarbeiter und Freelancer deine Brand ebenso anwenden können.


Wenn du deine Marke definiert hast, dann kannst du viel bessere Entscheidungen treffen. Nehmen wir an, du bist eher der ruhigere Mensch und nicht so sehr die Rampensau. Deine Persönlichkeit hat wenig rote Anteile und ist eher von Zuverlässigkeit und Dauerhaftigkeit geprägt. Dann solltest du das unbedingt in deinem Unternehmen widerspiegeln. Deine Farben werden dann weniger knallig und aufdringlich sein. Dein Bildmaterial wird Partnerschaft und Menschlichkeit suggerieren und deine Texte haben inhaltliche Tiefe. Wenn du nun Kritik zu diesen Punkten bekommst und man dir sagt, dass du anders kommunizieren solltest oder deine Farben langweilig sind, dann kannst du dich auf deine definierte Markenpersönlichkeit besinnen und überprüfen, ob die Kritik hier wirklich Anwendung findet. Wenn ja, dann kannst du Verbesserungen vornehmen. Wenn nein, dann kannst du das Feedback getrost beiseite schieben. Man kann und sollte nicht jedem gefallen.

Deine Werte

Nicht nur deine definierte Marke, sondern auch deine Werte sind ein wunderbarer Wegweiser, wenn du Entscheidungen treffen musst. Werte sind erst einmal abstrakt. Wenn du aus deinen Werten konkrete Prinzipien machst, werden sie dich und dein Team täglich begleiten können. Stell dir vor, dein Wert ist Substanz. Dann würden die Prinzipien, die auf diesem Wert basieren, vielleicht so aussehen:

  • Meine Firma strebt an, Produkte und Marketingmaterialien zu erstellen, die viel Substanz haben und meine Kunden tiefgreifend transformieren können.
  • Meine Firma weigert sich Produktlauches vorzuziehen, wenn dies auf Kosten der Substanz geht. Ich verschiebe lieber einen Launch, als ein unfertiges Produkt zu verkaufen. 


Auch hier kannst du prüfen, ob die Kritik, die du bekommen hast, in Bezug zu deinen Werten stehen. Wenn deine Werte noch klarer gelebt werden können, wenn du die Kritik annimmst, wunderbar. Du hast damit etwas gewonnen. Wenn nicht, dann kannst du sie wie bei einem Buffet einfach auf dem Tisch liegen lassen.

Lass dich nicht auf Diskussionen ein

Kritik kann dir helfen, ein besserer Unternehmer zu werden, wenn du sie sachlich und nüchtern betrachtest und dann eine Entscheidung triffst, ob du sie annimmst oder nicht. Wenn dich die Kritik verunsichert hat, kann es sein, dass du dich rechtfertigen möchtest und in die Defensive gehst. Davon würde ich dir abraten, da du damit eine schwache Position einnimmst. Mit diesen vier Tipps lässt du dich nicht auf Diskussionen ein.

 

  1. Antworte nicht, wenn du in einem emotionalen Zustand bist. Es kommt dabei niemals etwas Gutes heraus. Wenn die Kommunikation schriftlich ist, nutze diesen Vorteil und warte ein bis zwei Tage, bis du antwortest.
  2. Wenn die Kommunikation mündlich ist, bitte um eine Unterbrechung, gehe kurz raus oder auf die Toilette und versuche, dich zu sammeln und deine Emotionen zu beruhigen.
  3. Mach dir klar, dass die größten Kritiker oft selbst nichts vorzuweisen haben und ihre Unzufriedenheit auf dich projizieren. Wirklich erfolgreiche Menschen haben besseres zu tun, als sich mit deinen Belangen zu beschäftigen.
  4. Kill’em with Kindness: Es gibt zu viel Negativität in der Welt. Sei ein besseres Beispiel und bringe für deinen Kritiker Empathie auf. Du kannst ihm ruhig sagen, dass du seine Perspektive nachvollziehen kannst. Damit hast du nicht gesagt, dass er oder sie Recht hat und du Unrecht. Es heißt auch nicht, dass du jetzt Änderungen vornimmst.
  5. Ignoriere Kommentare, die unter die Gürtellinie gehen. 

Arbeite mit Menschen, die für und nicht gegen dich sind

Kritik anzunehmen ist einfacher, wenn sie von einem Verbündeten kommt. Ein Coach kann dieser Verbündete sein. Melde dich für das kostenlose Mini-Coaching an und erfahre mehr.

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