Vom Freelancer zum Unternehmer

Freelancer zum Untermnehmer Business mit StrukturWenn du dich selbständig gemacht hast, weil du keine Lust mehr hattest, dir etwas von deinem Chef sagen lassen zu wollen und endlich dein Ding machen wolltest, dann ist bereits wohlmöglich die Ernüchterung bei dir eingetreten. Statt eines stressigen Chefs hast du nun einen stressigen Kunden. Vielleicht bist du mit deinem Stundensatz zufrieden, vielleicht aber auch nicht. Dennoch wird dir aufgefallen sein, dass du gar nicht so viel abrechenbare Stunden leisten kannst, weil du dich zusätzlich um die Buchhaltung kümmern musst oder dein eigenes Internetmarketing voran treiben möchtest. Alles in allem sieht die Selbständigen-Welt nicht mehr so rosig aus, wie du sie dir einst ausgemalt hast.

Wenn du diese Zeilen gelesen hast und dir nun denkst: „Oh mein Gott. Was habe ich getan?“, dann möchte ich dir Mut machen. Denn von deiner Persönlichkeit her bist du gar kein Selbständiger, sondern ein Unternehmer. Ein Unternehmer möchte kein Experte sein, der unersetzbar ist und alles alleine macht. Ein Unternehmer hat das Ziel, ein System aufzubauen, was ihn mit der Zeit tragen kann. Er möchte jetzt mehr Energie investieren, um später davon zehren zu können. Dein erster Schritt raus aus dem Angestellten-Dasein war der Weg in die Selbständigkeit. Nun siehst du, dass dies nicht der Endpunkt ist und du musst dich zum Unternehmer entwickeln. Doch wie genau das geht, ist dir vielleicht noch nicht ganz klar.

Genau für dich gibt es die Business-mit Struktur-Methode. Denn sie wird dir helfen, den Weg vom Freelancer zum Unternehmer zu gehen.

Wie die Methode dich transformiert

Die Bms-Methode besteht aus 12 verschiedenen Modulen, die alle dazu beitragen, dass du dich in deinem Unternehmen ersetzbar machst.

Business mit Struktur Mthode

1. Marke

Viele Selbständige haben keine wirklich Marke, sondern einen guten Ruf. Der gute Ruf sorgt dafür, dass man dich weiterempfiehlt und dich als Experten wahrnimmt. Das Problem dahinter ist aber, dass die Kunden nur dich wollen. Es ist für einen Kunden schwer, zu akzeptieren, wenn du ihm sagt, dass sich jetzt ein Mitarbeiter um seine Belange kümmert.

Um diesem entgegenzuwirken, musst du eine Marke aufbauen, die nicht an deiner Person hängt. Hierzu gibt es eine ewige Debatte, was denn nun besser sei: Eine Personenmarke, die deinen Namen trägt oder eine Marke ohne Personennamen. Wenn wir davon ausgehen, dass du dich ersetzbar machen möchtest, dann ist eine Marke, die deinen Namen nicht enthält, die bessere Wahl. Natürlich gibt es auch Firmen, die einen Namen tragen und trotzdem unabhängig vom Inhaber sind. Ein gutes Beispiel dafür wäre Jochen Schweitzer.

Eine Marke ist aber noch so viel mehr als ein Name, ein Logo und eine Farbpalette. Es ist ein Versprechen gegenüber deinem Kunden. Der Kunde soll davon ausgehen können, dass dieses Versprechen immer eingelöst wird, wenn er mit deiner Firma zusammen arbeitet. Damit dies möglich ist, muss deine Marke definiert und dokumentiert werden. Das bedeutet die Erstellung eines Brand-Books und Guidelines für die tägliche Arbeit. Denn deine Marke muss sich durch alles, was du als Firma tust, durchziehen.

2. Finanzen

Finanzen sind für viele kleine Unternehmer ein heikles Thema. Du hast dich selbständig gemacht, weil du in Themen, wie beispielsweise Marketing oder Life Coaching Expertise hast. Nun musst du auch deine Finanzen managen und das ist etwas komplizierter, als mit einem monatlichen Gehalt auszukommen.

Dabei ist es so wichtig, seine Unternehmensfinanzen gut im Griff zu haben. Je größer man wird und um so mehr Investitionen man in seine Zukunft tätigen möchte, desto wichtiger ist es, diese basierend auf seinen Finanzdokumenten zu machen und nicht anhand seines Kontostands.

Finanzen müssen gar nicht so angsteinflößend sein und du musst dafür auch nicht Mathematik studiert haben. Mit einer simplen Methode sorgst du dafür, dass du die richtigen Informationen bekommst, um dein Business selbstbewusst zu managen.

3. Marketing

Wie bekommst du neue Aufträge? Basieren die auf Weiterempfehlungen? Gut, aber nicht perfekt. Weiterempfehlungen sind ein Zeichen, dass du deine Arbeit gut machst, doch ein Unternehmen kann sich nicht auf Empfehlungen verlassen.

Es ist wichtig, dass du funktionierende Systeme aufbaust, damit du immer neue Interessenten findest. Denn nur so kannst du für die Zukunft planen. In diesem Modul erarbeitest du eine funktionierende Lead-Generierung. Dazu gehört viel mehr als nur eine Website und deine Visitenkarte.

Wie sieht dein Marketing-Funnel aus? Wie kannst du Blogging outsourcen, ohne dass die inhaltliche Qualität darunter leidet? Wie kannst du Leute dort abholen, wo sie sind? All diese Fragen musst du systematisch beantworten und dann in die Umsetzung geben.

4. Team

Fühlt es sich noch fremd an, an Mitarbeiter zu denken? Kannst du dir mehr als eine virtuelle Assistentin derzeit nicht vorstellen? Dann lass uns methodisch vorgehen. In diesem Modul überlegen wir uns, wie deine Firma aussieht, wenn sie fertig ist. Welche Form würde das Org-Chart einnehmen? In den unterschiedlichen Boxen steht heute noch überall dein Name. Doch wenn du dieses Bild erst einmal hast, dann können wir sukzessive dafür sorgen, dass du dich aus einer nach der anderen Box herausziehen kannst.

Wie sind die Stellenbeschreibung dieser einzelnen Boxen? Dabei müssen diese Stellen keine Vollzeitstellen sein. Es geht hier um Verantwortungsbereiche, und eine Person kann auch mehrere Stellen ausüben. Nur müssen diese Stellen sorgfältig beschrieben werden, damit Mitarbeiter wissen, was von ihnen erwartet wird und eigenverantwortlich arbeiten können.

Wie funktioniert der Recruitment-Prozess? Woher weißt du, welche Mitarbeiter zu dir passen? Müssen sie vor Ort sein, oder können sie remote arbeiten? Welche Fähigkeiten brauchen die Mitarbeiter, damit sie einen wirklichen Mehrwert für dich leisten?

5. Führung

Gute Führung beginnt mit der Führung deiner Selbst. Bist du in der Lage, dein Ziel zu visualisieren und es diszipliniert zu verfolgen, ohne dich zu verzetteln? Kannst du deinen Perfektionismus im Zaum halten und Verantwortung an dein Team abgeben?

Wenn du ein Team aufbaust, welche Führungsmethoden nutzt du? Ist es Zuckerbrot und Peitsche oder kannst du dein Team mit Idealen und einer spannenden Vision begeistern? Ziehen deine Leute am gleichen Strang oder machen sie nur genau das, was du ihnen aufträgst?

Ist dein Unternehmen ein Ort, an dem Mitarbeiter gefordert und gefördert werden? Hast du ein System, dass es deinem Team erlaubt, sich weiterzuentwickeln und zwar nach eigenen Interessen? Kannst du diese Fortschritte messbar machen?

6. Lieferung

Dass Kunden überglücklich mit ihrem Kauf sind und dich aktiv weiterempfehlen, ist kein Zufall. Die „Customer Experience“ kann strategisch designt werden und bei jedem neuen Kunden in der gleichen Qualität geliefert werden.

Kennst du den Spruch: „Underpromise or Over-Deliver“? Warum soll man so etwas machen? Weil du dem Kunden das Gefühl geben musst, viel mehr bekommen zu haben, als er dafür bezahlt hat. Es muss bei der Lieferung der Leistung Überraschungsmomente geben und die sollten natürlich positiv für den Kunden sein. Wie also kannst du deinen Kunden positiv überraschen? Und das bei jedem einzelnen Kauf?

7. Kunden

Kunden sind nicht gleich Kunden. Nicht jeder ist geeignet für dein Angebot. Zum einen, weil du nicht jedem helfen kannst und zum anderen, weil du nicht jedem helfen willst. Damit du eine bestimmten Kundengruppe bestmöglich bedienen kannst, musst du andere Kunden dafür ausgrenzen.

Damit du genau die richtigen Kunden für dein Angebot findest, musst du herausfinden, wer dein idealer Kunde ist. Was bedrückt ihn? Welche Ängste und Sorgen hat er? Welche Frustration möchte dein Kunde beheben?

In diesem Modul stärkst du deine Empathie und läuft eine Weile in den Schuhen deines Kunden. So wirst du ein Unternehmer, der nicht nur Angebote verkauft, sondern Probleme ein für alle mal löst.

8. Vertrieb

Den wenigsten gefällt der Akt des Verkaufen. Zu schleimig ist der Stereotyp des Verkäufers. Zu sehr ist der Prozess des Verkaufen mit Bildern des Betrugs, der Manipulation  und der Lüge behaftet. Doch Verkaufen muss nicht unethisch sein.

Wenn du dein Markenversprechen gut herausgearbeitet hast, die Probleme deiner Kunden kennst und eine Lösung entwickelt hast, die funktioniert, dann ist der Verkauf nur noch eine Formalität. Durch gutes Marketing wissen deine Interessenten bereits, was sie kaufen und konnten sich ausreichend informieren. Der Vertrieb sorgt nur dafür, dass der letzte Schritt geschieht und der Interessent zum Kunden überführt wird.

9. Vision

Wie stellst du dir dein Leben und dein Unternehmen eigentlich vor? Wo soll deine Reise hingehen? Die Vision auszuarbeiten ist eine typische Aufgabe des Unternehmern, denn es ist dein Laden und du gibst die Richtung vor.

Dabei ist deine Vision keine rein intellektuelle Überlegung. Hier geht es in letzter Instanz um Fragen deines Herzens. Eine Vision, die auf Geld basiert, wäre eine sehr unglückliche. Stelle dir Fragen wie: „Was möchtest du in Zukunft nicht mehr machen?“ „Wie soll dein Alltag aussehen?“ „Welche Aufgaben möchtest du machen?“

Wenn du eine klare Vision von deiner Unternehmung hast, dann kannst du viel zielgesteuerter arbeiten. Du wirst weniger Umwege nehmen müssen und kannst bessere Entscheidungen treffen. Deine Werte spielen dabei eine wesentliche Rolle, da das Endziel auf der Reise nicht immer sichtbar ist. Werte geben uns Orientierung. Wenn du nicht weiß, welche Entscheidung du treffen sollst, dann treffen die, die am meisten im Einklang mit deinen Werten ist.

10. Qualität

Qualität entsteht dann, wenn Abläufe definiert sind und möglichst automatisiert funktionieren. Damit dies geschehen kann, brauchen wir Prozesse. Viele denken bei Prozessen an etwas Starres, Langweiliges, das einem die Flexibilität nimmt. Starrheit entsteht nur, wenn die Prozesse nicht mehr richtig funktionieren.

Prozesse sind vital. Denken wir dabei an einen Körper. Ein Körper ist völlig durchstrukturiert. Es gibt das Nervensystem, das Verdauungssystem, das Blut- und Lymphsystem. All diese Systeme laufen nach Regeln ab. Dennoch sind sie hochgradig vital. Ändern sich die äußeren Bedingungen, kann sich ein Körper darauf einstellen. Ist es heiß draußen, dann schwitzen wir. Wenn es kalt ist, zieht sich unsere Haut zusammen und wir bekommen Hühnerpelle.

Dein Unternehmen ist wie ein lebender Organismus. Er muss durchstrukturiert sein, ohne dabei an Flexibilität zu verlieren. Erst mit der Ordnung kommt die Wirkkraft.

11. Angebote

Deine Angebote bringen dir und den Kunden die meiste Wertschöpfung. Dabei ist es jedoch deine Marke, die dein Unternehmen wertvoll macht. Eine Marke hat Bestand, auch wenn sich deine Angebote ändern. Deine Angebote spiegeln den Zeitgeist wieder. Die Probleme und Frustrationen ändern sich mit der Zeit und deshalb müssen sich auch deine Angebote verändern.

In diesem Modul schauen wir uns an, wo die Probleme deiner Zielkunden liegen und was eine passende Lösung für dieses Problem sein kann. Erst dann schauen wir, welches Format das richtige für die erarbeitete Lösung ist. 

Da du als Freelancer höchst wahrscheinlich im Dienstleistungsbereich arbeitest, entwickeln wir in diesem Modul eine passende Methode. Eine Methode hilft dabei, deine Leistung übersichtlich zu machen, damit deine Kunden und auch du selbst besser verstehenden, was zu deinem Leistungsspektrum gehört und wie die einzelnen Unterpunkte zusammenpassen. Die Entwicklung einer Methode ist wichtig, damit du deine Dienstleistung standardisieren kannst.

Standardisierung hilft dir dabei, aus der Zeit-Gegen-Geld-Falle zu kommen, nicht nach Stundensätzen bemessen zu werden, die Leistung von Mitarbeitern übernehmen zu lassen und insgesamt skallierfähiger zu werden.

12. Reflexion

In diesem Modul erarbeiten wir, was es bedeutet, dich zu 100% ersetzbar zu machen. Zum einen schauen wir uns an, wie es für dich möglich ist, mal ganze drei Wochen in den Urlaub zu gehen, ohne davor und danach massivem Stress ausgesetzt sein zu müssen.

Dann überlegen wir uns, wie dein Unternehmen aussehen müsste, damit du nur noch der Inhaber bist und nicht mal mehr der Geschäftsführer. Das muss nicht bedeuten, dass du völlig ausscheiden musst. Doch wir wollen dein Unternehmen so aufbauen, dass es möglich ist, wenn du an diesen Punkt gelangen solltest.

In diesem Modul schauen wir uns ebenso an, welche Muster du und dein Unternehmen haben, die eigentlich nicht mehr zeitgemäß sind und eventuell sterben müssen. Alles in allem geht es hier um das Thema „Loslassen“.

Es geht um die kleinen Schritte

Vielleicht bist du jetzt total motiviert, weil du Licht an Ende des Tunnels gesehen hast. Vielleicht hast du auch Angst bekommen, weil du siehst, wie viel es zu tun gibt. Egal, wo du dich gefühlsmäßig befindest: Es geht darum, die ersten kleinen Schritte zu machen. Du kannst diese mit dem Onlinekurs im Selbststudium machen oder dich von unseren Coaches begleiten lassen.

Egal, wofür du dich entscheidest, ich wünsche dir, dass du viel Freude hast, dich vom Selbständigen zum Unternehmer zu entwickeln.