Motivation mit Struktur – überlasse deine Motivation nicht dem Zufall

MotivationDu bist eine smarte Powerfrau oder ein beherzter Macher. Du fackelst nicht lang, sondern setzt Ideen in die Tat um. Du bist engagiert und hast Elan. Trotzdem gibt es immer wieder Situationen, in denen:

  • du deine Motivation mehr suchst als findest.
  • dir dein Aufgabenberg Stress und Angst bereitet.
  • du kurz überlegst, ob du nicht doch hinschmeißt (natürlich nicht!).

Auch deine Motivation wird auf und ab gehen. Das heißt jedoch nicht, dass du sie dem Zufall überlassen musst. In der Arbeits- und Organisationspsychologie gibt es verschiedene Theorien, die du in die Praxis übertragen kannst. Mit etwas Hintergrundwissen und ein paar einfachen Kniffen kannst du deine Motivation unterstützen und pushen.

In 3 Schritten zu mehr Motivation

Schritt 1: Lerne dich selbst besser kennen

Finde zuerst heraus, welcher Persönlichkeitstyp du bist. Ein bekannter Persönlichkeitstest ist der Myers-Briggs-Typenindikator (MBTI), der auf den Psychologen Carl Jung zurückgeht. Der hat diesen Test in den 1920er Jahren entwickelt und seitdem wurde er weiterentwickelt. Mittlerweile gibt es diesen in Form einer sehr anwenderfreundlichen Webseite. Dort findest du den kostenlosen Test, die Auswertung und die ausführlichen Beschreibungen der einzelnen 16 Typen.

Bevor du dir über konkrete Maßnahmen Gedanken machen kannst, finde heraus, welcher Typ du bist. Auch wenn du das Gefühl hast, dich selbst ganz gut zu kennen – mach den Test! Es ist noch einmal eine andere Sache, wenn du die ausführliche Beschreibung der eigenen Persönlichkeit liest, inklusive der Stärken, Schwächen und Präferenzen. Du kannst auch andere Tests benutzen oder mehrere einbeziehen.

Auf unserem Blog findest du einen Artikel zu den Sprachen der Faszination. Schau auch hier gern einmal vorbei und finde deine faszinierende Sprache.

Verstehen, akzeptieren und nutzen

Wenn du weißt, wer du bist – egal, ob mit diesem Test und/oder anderen Persönlichkeitstests – kannst du verstehen, warum dir manche Dinge leicht fallen und andere nicht. Dann kannst du akzeptieren, warum das so ist. Einem zurückhaltenden, ruhigen Charakter wird es schwerer fallen, auf großen Netzwerk-Events mit unzähligen Fremden zu sprechen. Stattdessen nimmt derjenige viele Details und Informationen wahr. Dagegen ist eine extrovertierte Person nicht gut darin, Aufgaben allein bis ins kleinste Detail zu Ende zu führen, kann aber den Überblick behalten und das große Ganze verstehen.

Du bist gut, so wie du bist

Klar, du kannst fast alles lernen. Und du kannst und sollst auch an dir arbeiten und dich persönlich weiterentwickeln. Aber warum Ressourcen verschwenden, um Dinge zu lernen, die dir nicht liegen? Versteh und akzeptiere deine Schwächen und nutze und entwickle vor allem deine Stärken. Denn du wirst weniger Energie und Zeit brauchen, in dem besser zu werden, was dir ohnehin schon liegt.

Wenn du in einem Job oder einer Phase steckst, die dir sehr schwer fällt, heißt das nicht, dass du zu schlecht, dumm oder unfähig bist. Vielleicht entspricht das Szenario nicht deinem Persönlichkeitstyp und deinen Präferenzen. Dann ist das Drumherum unpassend, aber nicht du als Person schuld.

Schritt 2: Motivierende Umwelt statt Motivation der Person

Deine Umwelt beeinflusst direkt, ob du motiviert arbeiten kannst oder nicht. Fühlst du dich unwohl in deiner Umgebung, wirst du ständig gestört oder musst du immer wieder nach notwendigen Dingen suchen, bremst dich das aus.

Deshalb ist der erste Teil dieses Schritts simpel: Schaffe Ordnung, bereite vor, was du brauchst oder brauchen wirst und sorge dafür, dass beispielsweise der Drucker oder die Kamera etc. einsatzbereit ist.

Hast du deine Wohnung, dein Büro oder Arbeitsplatz aufgeräumt, hast du später auch einen Grund weniger, deine Aufgaben zu prokrastinieren. Damit räumst du im wahrsten Sinne ein Hindernis aus dem Weg.

Ordnung in der Umgebung - Ordnung im Kopf

Das Prinzip der Ordnung gilt nicht nur für die räumlichen Gegebenheiten. Auch die Strukturen in deinem Business sollen dich unterstützen. Sind Prozesse, Materialien und Vorlagen durchdacht, ordentlich erarbeitet und sortiert, macht dir das dein (Arbeits-)Leben viel einfacher. Damit sparst du Zeit (und damit automatisch Geld) und vor allem Nerven.

Das ist umso wichtiger, je weniger dir die Aufgabe liegt. Wenn du also in Schritt 1 herausgefunden hast, welche Tätigkeiten zu dir passen und welche nicht, kannst du dir selbst helfen. Als Einzelunternehmer, aber auch in kleinen Unternehmen, musst du oft Aufgaben machen, die dir nicht liegen. Gerade diese Aufgaben solltest du dir mit einer smarten Umgebung erleichtern.

Mein Beispiel: Ich bin ohnehin kein Freund von Zettelwirtschaft, Ablage und Buchhaltung. Gemacht werden muss es aber. Daher helfe ich mir selbst, indem ich mit Ablagefächern eingehende Dokumente vor sortiere. An dem Tag, an dem ich die Buchhaltung machen muss, plane ich mir ein großes Zeitfenster ohne Ablenkung (Kind, Hund, E-Mails, Anrufe, …) ein. Dann stelle ich alle Utensilien (Locher, Hefter, Laptop, …) bereit, koche mir einen Kaffee und mache das Elend in einem Rutsch. Klappt ehrlicherweise nicht immer. Aber wenn, dann ist es schnell erledigt.

Planung & Prozesse

Nicht jeder Tipp oder jede Anleitung, die du findest, ist für dich richtig. So sieht es auch mit Zeitplänen und Abläufen aus. Hier kannst du ebenso davon profitieren, wenn du weißt, welcher Typ Mensch du bist. Den einen engt es ein, wenn der ganze Tag durchgeplant ist. Dem anderen hilft ein klarer Ablauf. Finde heraus, was für dich funktioniert und passe deine Planung und Prozesse entsprechend an.

Ein Beispiel: wenn du mit einem physischen Kalenderbuch nicht vernünftig arbeiten kannst, dann lass es sein. Funktioniert dein Google-Kalender für dich, dann brauchst du kein Buch und Stift, nur weil das irgendwo empfohlen wurde.

Auch dein Tagesablauf ist nicht in Stein gemeißelt. Wenn du morgens besonders effektiv arbeitest und abends kein klarer Gedanke zustande kommt – plane die wichtigen Dinge morgens ein. Unsere Cynthia hat einen ausführlichen Beitrag geschrieben, wie du effektiver und produktiver wirst.

Schritt 3: Glaube an dich selbst.

Klingt cheesy, ist aber Wissenschaft. Eine Motivationstheorie ist die XY-Theorie nach McGregor. Laut McGregor gibt es zwei unterschiedliche Typen von Menschen.

In der Theorie X wollen Menschen eigentlich gar nicht arbeiten, weshalb sie streng gelenkt, geführt und mit besonderen Anreizen motiviert werden müssen. Mitarbeiter vom Typ X scheuen sich vor Verantwortung und Selbstständigkeit. Sie strengen sich lediglich an, um materielle Sicherheit zu haben. Daraus ergibt sich für Führungskräfte, die an diese Theorie glauben, dass sie diese Mitarbeiter genau anleiten, kontrollieren und Druck auf diese ausüben müssen.

Führungskräfte, die nach der Theorie Y davon ausgehen, dass Menschen grundsätzlich leistungsbereit und motiviert sind, glauben zudem, dass Mitarbeiter gern Verantwortung übernehmen, sowie Eigeninitiative und Engagement zeigen. Externe Anreize und Kontrolle sind zudem überflüssig und die Mitarbeiter wünschen sich Freiräume und Chancen. Glaubt eine Führungsperson an die Y-Theorie, lässt er ihnen Freiraum und gibt ihnen Verantwortung. Das fördert dann Engagement und Motivation und das wiederum führt zu Initiative, Leistungs- und Verantwortungsbewusstsein.

Was das mit dir und deiner Motivation zu tun hat?

Diese Theorie ist für dich auf jeden Fall wichtig, wenn du Mitarbeiter in deinem Unternehmen hast. Daher kommt sie ursprünglich. Aber auch als Einzelkämpfer kannst du dir vor Augen halten: glaubst du an dich selbst und daran, dass du motiviert und mit Freude arbeiten kannst, dann wirst du es auch tun.

Positive Gedanken sorgen dafür, dass du dich selbst positiver wahrnimmst. Traust du dir zu, dass du eine Aufgabe schaffen wirst, dann wirst du sie auch schaffen. Denn statt Gründe und Hindernisse zu durchdenken, findest du Lösungen und Schritte nach vorne.

Dreht sich dein Kopf hingegen um Gedanken wie „Ich bin eben ein unmotivierter Mensch“ oder „Ich kann mich schlecht motivieren“, sind das selbsterfüllende Prophezeiungen.

Was ist, wenn dir doch einmal negative Gedanken im Kopf kreisen?

Positives Mantra

Bei Business mit Struktur haben wir im Kuchenstück Führung den Satz: „Nicht du bist schuld, sondern das Fehlen eines funktionierenden Systems.“ Das gilt auch für deine Motivation. Jeder kann motiviert sein und engagiert arbeiten.

Wenn du merkst, dass dir deine Motivation davonrennt, werde aktiv. Such dir ein positives Mantra, damit du gar nicht erst auf schlechte Gedanken kommst. Sätze wie „Ich schaffe das“, „Gut geplant, ist halb erledigt“, „Eene meene muh, das mache ich im Nu“ – was auch immer dir einfällt – geben dir neuen Schwung.

Das ist dein erster Step, um dich aus der Negativität herauszuholen und dich in die positive Spirale zu versetzen. Wenn du das verinnerlicht hast, kannst du dich also wieder konkreten Schritten zu mehr Motivation widmen.

Strukturen als Booster für deine Motivation

Fassen wir kurz zusammen, wie du deine Motivation nachhaltig pushen kannst:

Schritt 1: Lerne dich selbst besser kennen.

So verstehst du, warum dir manche Aufgaben leicht fallen und du dich durch andere durchquälen musst.

  • Wo liegen deine Stärken?
  • Welche Aufgaben fallen dir leicht?
  • Welche Aufgaben sind für dich nervig, zäh und stressig?
  • Was sind dein Schwächen?

Schritt 2: Schaffe eine Umgebung, die motiviertes Arbeiten ermöglicht.

Dies gilt sowohl für die Ordnung an deinem Arbeitsplatz (und allem in deinem Blickfeld), also auch für deine Business-Architektur.

  • Hast du aufgeräumt? (Beiseiteschieben gilt nicht!)
  • Fühlst du dich in deiner (Arbeits-) Umgebung wohl?
  • Hast du alles an Arbeitsmaterialien, was du brauchen wirst?
  • Sind deine Prozesse aufbereitet und geordnet?

Schritt 3: Hole dich selbst aus negativen Gedanken und versetze dich in den Lösungsmodus.

Nimm deine Motivation in die Hand.

  • Was behindert deine Motivation? (Du bist nicht schuld!)
  • Hast du ein positives Mantra?
  • Glaubst du an dich und dein Ziel?

Dein nächster Schritt

Du weißt nicht, wie du deinen inneren Schweinehund bei den Hörnern packen sollst? Dir fehlt vor lauter Tagesgeschäft die Energie zu Start? Lass uns gemeinsam loslegen. Erzähl mir von deinen Herausforderungen und an welchen Ecken deine Motivation verschwindet. Bewirb dich für ein kostenloses Mini-Coaching.

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Gina Bresch

Gina BreschGina ist zertifizierter Business Coach. In den 1:1 Coaching hilft sie Selbstständigen und Unternehmern, insbesondere aus der Pferdewelt dabei, ihren Traumberuf profitabel zu gestalten. Dabei ist ihr besonders wichtig, dass ihre Kunden mit ihrem eigenen Business glücklich werden. Dazu gehören die finanziellen Aspekte genauso, wie persönliche Wünsche und Ziele.

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